Schlusszahlung Ernte 2018

 

Salgesch, 10. Oktober 2019

 

Schlusszahlung Trauben Ernte 2018       

Sehr geehrte Traubenproduzentinnen und -Produzenten

Wir befinden uns in den letzten Tagen der 19er Ernte. Wie jedes Jahr eine sehr intensive Zeit. Die Qualität ist ausgezeichnet und die Anstrengungen zur Angebotsregulierung zeigen ihre Wirkung. Im Vergleich zur vorigen Ernte werden wir rund 35% weniger ernten.

Die ca. 35% weniger Trauben im Vergleich zum Vorjahr setzen sich aus der Ertragslimitierung (15% weniger) und des naturbedingten kleineren Ertrags (ca. 20% weniger) zusammen. Für einmal sind wir glücklich über weniger Ertrag.

Wir werden die Schlusszahlung der Ernte 2018 zusammen mit der Anzahlung für die Ernte 2019 anfangs Dezember machen.

In der gesamten Branche herrscht Unsicherheit. Rückläufiger Konsum, grosse Lagerbestände, Preisdruck in Produktion und Absatz.

Über das «Woher» dieser Probleme lassen sich endlose Diskussionen führen. Die aktuelle Krise ist immer die schlimmste und Schuldige finden sich immer.

Uns betrifft die Situation bei den Verkäufen an Grossabnehmer. Kaufversprechen wurden nicht eingehalten, da plötzlich massiv billigere Angebote auf dem Markt erschienen und zu einem Preissturz führten. Die Kaufversprechen wurden nicht eingehalten und der Wein blieb bei uns im Lager.

Bei den anderen beiden Absatzgruppen (Privatkundschaft und Gastronomie) läuft der Absatz recht gut. Dies federt die Problematik ein wenig ab, aber wir müssen unsere Preise vorsichtiger kalkulieren und das Marktgeschehen im Auge behalten. Vorsicht ist angesagt.

Die aktuellen Föhntage bringen unseren noch hängenden Walliser Spezialitäten (Humange rouge, Petite Arvine, Heida, etc.) noch viele Oechslegrade und wir freuen uns, diese schönen Trauben bis hin zur Flasche zu begleiten.

Da kommt etwas Schönes auf uns zu.

Grüsse, auf ein gutes Gelingen des neuen Weinjahrgangs.

Amédée Mathier
Albert Mathier & Söhne AG

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